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Vorträge von Beate Benkhofer und Helmut Eller

12.12.18: Die 4 geistigen oder oberen Sinne:
Hörsinn, Wort- oder Sprachsinn, Gedankensinn, Ichsinn.


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Allgemeine Informationen:

Die Waldorfschule hat die Aufgabe gesundend zu erziehen. Um diesen Auftrag zu erfüllen stellte Rudolf Steiner den Lehren „Helfer“ an die Seite. Zum Grundkonzept der ersten Waldorfschule gehörte daher ein Schularzt, sowie Therapeuten (Heileurythmie, Sprachgestaltung, Förderlehrer). Diesen unterstützenden Bereich gibt es auch an der RSS Bergstedt. Der Förderkreis unserer Schule ergänzt die Pädagogik. Er berät und tritt in einen Austausch mit den Eltern und Lehrern. Darüber hinaus führen wir, in Absprache mit den Eltern, Lehrern, ggf. mit den behandelnden Ärzten, individuelle Fördermaßnahmen mit einzelnen Kindern während des Schulalltages durch. Ziel ist es, die Kinder wieder selbstbewußt und gesundend in den Unterricht der jeweiligen Klasse zu integrieren, Lernvoraussetzungen zu schaffen und die Lernfähigkeit der Kinder anzuregen. Der Förderkreis tagt wöchentlich. Ihm gehören der Schularzt und die Therapeuten an. Klassenlehrer, Fachlehrer und Eltern werden bei Bedarf eingeladen und sind bei eigenen Anliegen nach vorheriger Anmeldung stets willkommen.


Im Förderkreis sind folgende Therapien vertreten:

Heileurythmie (Frau Klose), Sprachgestaltung (Frau Sich), Kunsttherapie (Frau Zimmer), Musiktherapie (Frau Zimmermann), Lerntherapie/Sinnesschulung (Frau Schultz) und der Schularzt (Herr Kalwitz).

 

 

foerderkreis_2010

 

Differenziertere Informationen:


Der Förderkreis tritt in Kontakt und Austausch...

  • bei Hospitationen in den einzelnen Klassen der Unter- und Mittelstufe und deren Nachbesprechung
  • bei der Durchführung von Elterngesprächen und deren Beteiligung an diesen
  • bei der Organisation und Durchführung von Informationselternabenden ( Aufnahmeelternabend, 1. und 2.Klasse)
  • bei der Organisation und Durchführung der 2-Klass-, und der 4-Klassuntersuchung (z.Z. noch in Vorbereitung) mit Gesprächsangeboten für die Eltern und der Nachbesprechung mit dem Klassenlehrer
  • wenn Eltern Sorgen und Nöte bei ihren Kindern erkennen
  • wenn Eltern und Lehrer Beratung suchen
  • durch die Beteiligung an der pädagogischen Konferenz
  • durch die Beteiligung an den Klassenkonferenzen.


Ist die Notwendigkeit des Handelns bei einzelnen Kindern, durch die Hospitationen, die Untersuchungen, Beobachtungen, Informationen und Gespräche deutlich geworden, dann nimmt der Förderkreis seine beratende und praktische Tätigkeit auf. Bei den Beratungen und Gesprächen im Förderkreis kristallisiert sich die bestmögliche Einzelbegleitung für das Kind heraus.

Vor Beginn dieser „Extrastunden“ findet ein Gespräch mit den Eltern über Ziele, Methoden und Möglichkeiten der Fördermaßnahme statt.
Unser professionell- therapeutisches Handeln ist kindzentriert und individuell. Die Arbeit wird in Verlaufsprotokollen dokumentiert und mit einem Bericht abgeschlossen. Während der therapeutischen Begleitung und nach deren Beendigung finden Gespräche mit den Eltern statt. Die Gespräche und Therapien unterliegen in vollem Umfang selbstverständlich der Schweigepflicht.

 


Nun der kleine Einblick in die Arbeit der Lerntherapie/Sinnesschulung:

Im Bereich Lerntherapie finden die „Extrastunden“ einzeln, oder in kleinen Gruppen von 2-3 Kindern, 1-2 Mal in der Woche, für 3-15 Monate statt. Ebenfalls, aber aus Zeitgründen zu wenig, findet eine integrative Einzelbegleitung von Kindern in der Klasse statt. Die „Extrastunden“ beginnen mit einem Gespräch mit den Eltern und Lehrern, sie basieren auf einer therapiebegleitenden Diagnostik und sind kindzentriert und individuell ausgerichtet. Diese Stunden werden in Verlaufsprotokollen dokumentiert und mit einem ausführlichen Bericht und Gespräch mit den Eltern abgeschlossen.

 


Ziele der Lerntherapie sind:

  • Anregung eines Nachreifeprozesses im Sinnes- und Wahrnehmungsbereich, um diese in die ganz individuellen Entwicklungsstrukturen des Kindes zu integrieren. Dies ist eine Voraussetzung für die Arbeit in den kognitiven Bereichen(Lesen, Schreiben, Rechnen).
  • Lernvoraussetzungen schaffen durch die Arbeit in den Sinnesbereichen(Bewegung, Gleichgewicht, Tasten), um in eine Konzentration und Aufmerksamkeit hineinzukommen, um Lernblockaden abzubauen, um Selbstvertrauen in das eigene Tun aufzubauen.
  • Hineinführen in das Lesen, Schreiben, Rechnen
  • Arbeit an schon bestehenden Lese-, Rechtschreib- und an Rechenproblemen Begründung für die Inhalte der Lerntherapie:
  • die Arbeit an den basalen Körpersinnen(Bewegung, Gleichgewicht, Tasten) bildet das Fundament, um frei zu werden für das Lernen(kognitiv, sozial)
  • durch gute Ausbildung der Sinne entsteht die Basiskompetenz für die Ausbildung der Persönlichkeit. Es entsteht Sicherheit, Selbstvertrauen und ein gutes Körpergefühl.
  • je nachdem, wie dieses Fundament ausgebildet ist, kann sich das Lesen, Schreiben, Rechnen ausbilden = die Lernfähigkeit und/oder Lernschwierigkeiten hängen von diesem Fundament ab
  • nur durch ein schrittweises Vorgehen in den „Extrastunden“ können sich die Fähigkeiten und Kompetenzen entfalten = Arbeit an der Null-Fehlergrenze
  • alle Sinne sind miteinander verknüpft, d.h., wenn ich an einem Sinn schwerpunktmäßig arbeite , spreche ich alle Sinne an = es werden sehr viele Bereiche des Gehirns stimuliert. Dies heißt, dass die Arbeit an der Wahrnehmung der Sinne, der Integration der Sinne in die Entwicklung der Kinder richtige Arbeit ist. Zusammenfassend heißt dies: in der Lerntherapie werden versäumte Erfahrungen zur Ausreifung der Körpersinne nachgeholt, um „Löcher“ im Fundament(Basiskompetenz) zu füllen, die verantwortlich für Lernprobleme und Lernblockaden sein können. Ich muss zuerst am Fundament = Bewegung, Gleichgewicht, Tasten arbeiten, bevor ich die Stockwerke = Lesen, Schreiben, Rechnen baue.

 

Nun der kleine Einblick in die Arbeit der Kunsttherapie:

Bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen an der Schule mit kunsttherapeutischen Mitteln gibt es drei große Bereiche mit denen gearbeitet werden kann: Maltherapie (Nass-in-Nass-Malen, schichtendes Malen, Pastellkreide, Wachsfarben); Formenzeichnen; Plastizieren (Modellieren mit Ton; mit Wachs, Aufbaukeramik, Scheibentöpfern).

 

Maltherapie:

  • Unterstützung aller lösender Prozesse: Ausatmen, Loslassen, in Bewegung kommen, Beruhigung
  • bei Kindern mit: jeder Art Stress, Ängstlichkeit und innerer Enge, Leistungsdruck, Überforderung
  • Unterstützung zentrierender Prozesse: sich spüren, die eigene Mitte finden, Mut, Dranbleiben, Durchhalten
  • bei Kindern mit: Konzentrationsproblemen, Nervosität, Willensschwäche, Prozess der Selbstfindung
  • Seelische Nahrung gebend durch die Begegnung mit der Farbe: innere Belebung, innerlich kann etwas aufblühen, Umhüllung, Schutzraum gewährend bei Kindern mit: Depression, Hüllenlosigkeit, Schutzbedürftigkeit

 

Formenzeichnen:

 

    • Form gebend: Orientierung im Raum finden, in Form kommen, auf den Punkt kommen, Halt in der Linie finden
    • bei Kindern mit: formlosen Tendenzen, Orientierungsbedarf, ausufernden Tendenzen, Haltlosigkeit, überschießenden Bewegungen in geordnete Bewegung bringend
    • bei Kindern mit: Verkrampfungen in der Hand, Ordnungsbedarf
    • rhythmisierend
    • bei Kindern mit: Rhythmus- und Gliederungsbedarf, Bedarf an Maßvollem

Plastizieren:

    • Impulsierung des Willens: Zupacken, durchwärmt werden, tatkräftig werden den eigenen Körper spüren, Lebensfreude, Aktivität entwickeln
    • bei Kindern mit: Willensschwäche, Kraftlosigkeit, Blässe, Mutlosigkeit, Passivität
    • Sinnespflege: Verlebendigen der Fingerspitzen, Dosierung der Bewegungen, Einfühlung in das Material
    • bei Kindern mit: Bedarf an Sinnesentwicklung
    • Formendes: Formempfinden entwickeln, den Dingen und sich selbst Form geben, gestaltend eingreifen
    • bei Kindern mit: formlosen Tendenzen


    Es gibt noch manche offene Fragen für die Tätigkeiten des Förderkreises, an denen wir dranbleiben:


    • Ausweitung der integrativen Begleitung in den unteren Klassen?

    • Begleitung der ersten Klasse im Hauptunterricht?

    • Beratung der Lehrer durch den Förderkreis?

    • Intensivierung des Austausches mit externen Einrichtungen?

    • Sind wir Ansprechpartner für Eltern, deren Kinder von der Christophorusschiule zu unserer Schule wechseln
      wollen und umgekehrt?

    • Was ist mit Fördermöglichkeiten in der oberen Mittel- und der Oberstufe?

    • Werden Stärken der Schüler auch gefördert, wenn ja, wie?