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Vorträge von Beate Benkhofer und Helmut Eller

12.12.18: Die 4 geistigen oder oberen Sinne:
Hörsinn, Wort- oder Sprachsinn, Gedankensinn, Ichsinn.


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Mediation – Vermitteln in Konflikten – wurde im schulischen Bereich in Deutschland seit Mitte der 90iger Jahre erfolgreich eingeführt und ist auch unter Peer-Mediation oder Streitschlichtung bekannt.

Mediation ist ein freiwilliger, konsensorientierter Gesprächsprozess, indem die Beteiligten übereinkommen, unter dem Beistand eines neutralen, unparteiischen Vermittlers ihre gegensätzlichen Standpunkte auszutauschen und ihre Konfliktpunkte offen zu legen mit dem Ziel, im gemeinsamen Abwägen Alternativen und Optionen zu erarbeiten, um schließlich zu einer einvernehmlichen, eigenverantwortlichen Lösung zu kommen.

 

Was ist der Hintergrund und Nutzen von Schüler-Mediation und warum bieten wir sie an unserer Schule an:

„Der Mensch wird am Du zum Ich“ (Martin Buber)

Ausbildung 2013Schule als wichtiger Teil der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen, soll diese in ihrer Entwicklung zu selbstständigen, verantwortungsbewussten und auch beziehungsfähigen Persönlichkeiten unterstützen.
Jeder Mensch empfindet das Grundgefühl von Recht und Unrecht - es ist überall da, wo Menschen an Menschen erwachen. Es klingt in uns auf , wenn wir uns nur einen Rest von Sensibilität bewahrt haben, als Stimme des Gewissens. Es stellt aber zugleich auch das Maß der menschlichen Möglichkeit, die Aufgabe, die aus der Welt auf uns zukommt dar : " So wie der Mensch ...schulmäßig das Einmaleins lernt,...so muß er schulmäßig in Zukunft die Dinge lernen, die sich auf das Leben im Sozialen Organismus..beziehen. Der Mensch wird die Brücke schlagen müssen von sich zu der Struktur... des sozialen Organismus." (R. Steiner)

Gerade in der Entwicklung des Sozialverhaltens zeigen Gleichaltrige untereinander charakteristische Verhaltensweisen. Sie können sich gegenseitig große Probleme (Rivalität, Mobbing, Streit) bereiten, tragen aber gleichzeitig alle Kompetenzen in sich, mit Mitschülern verständnisvoll und tolerant umzugehen und für ihre Gemeinschaft Verantwortung zu übernehmen.
Schülerinnen /Schüler als Mediatoren auszubilden initiiert die Herausbildung und Stärkung zentraler Schlüsselqualifikationen wie Empathie, Toleranz, Solidarität, Selbstwahrnehmung, Kritikfähigkeit, Verlässlichkeit und Teamfähigkeit, um nur einige zu nennen.

Auch die Zweifel, ob Jugendliche so komplexe Aufgaben wie Vermittlung und Schlichtung überhaupt bewältigen können, haben sich nach den bisherigen Erfahrungen nicht bestätigt. Im Gegenteil, Jugendliche können oft schneller und effektiver im Konflikt unter Gleichaltrigen vermitteln, da sie

- die Positionen der Konfliktbeteiligten oft besser verstehen
- sich leichter in die Situation von Gleichaltrigen hinein versetzen können
- eine hohe Solidarität und Achtung untereinander genießen
- und daher leichter als neutrale Person (eher als Lehrer) anerkannt werden.

Ein universales Prinzip menschlichen Zusammenlebens wird damit auf den Bereich Schule bezogen und methodisch nutzbar gemacht. Es geht dabei aber grundsätzlich um mehr als das Erlernen bloßer Techniken – die Veränderung der inneren Haltung, ein Entwickeln demokratischer Kompetenzen ist das Ziel.

Inhalte der Ausbildung:

Ausbildungsvoraussetzung: Freiwilligkeit, Zuverlässigkeit und Bereitschaft zu sozialem Verhalten

 

BAUSTEINE:

Grundkenntnisse der Kommunikation und Gesprächsführung , Phasen der Mediation, innere Haltung und Gestimmtheit im sozialen Miteinander

• was ist ein Konflikt?
• Bedürfnisse - Gefühle
• „Eisbergmodell"
• Methoden zur Klärung: Aktiv Zuhören/Spiegeln-Zusammenfassen/Ich-Botschaften/Perspektivwechsel/Feed - back /Brainstorming
• Gesprächsregeln
• Vereinbarung formulieren
• Rolle der Schülermediatorin/des Schülermediators: Allparteilichkeit – Vertraulichkeit –Wertschätzung - eigene Grenzen und Grenzen der Mediation erkennen

mediatorenausbildungMETHODE:
prozessorientiert (wahrnehmen-üben-erkennen)
Gruppenarbeit - Zweierübung - Rollenspiele - künstlerische Übungen - Wissensvermittlung
STRUKTUR :
klassenübergreifend
50 Zeitstunden – unterteilt in verschiedene Einheiten:
Gemeinsame Ausbildungswochenenden / einige Nachmittage als Block während der Schulzeit


ZERTIFIKAT:
nach Abschluss der Ausbildung wird ein Zertifikat verliehen und die Ausbildung wird im Zeugnis erwähnt. Nach einem Jahr aktiver Tätigkeit in der Schule gibt es ein Praxis-Zertifikat und auf Wunsch eine Anerkennungsurkunde der Stadt Hamburg.
AUSBILDER:
Die Ausbilder übernehmen zusätzlich:
• die hauptverantwortliche Betreuung der nach der Ausbildung tätigen Schüler-Mediatorinnen/Schülermediatoren im 14-tätigen Rhythmus
• Fortbildung und Vertiefung (1x jährl.)
• Informationen und Berichte für die Schulgemeinschaft
• Unterstützung bei der Bekanntmachung der Funktion Schülermediation
• Planung der Einsatzzeiten
• Moderation des „Klassenrats" in der Mittelstufe
• Vernetzung mit entsprechenden Schülerprojekten an anderen Waldorfschulen

BEWERBUNG:
• schriftliche Bewerbung
• anschließend kurzes persönliches Gespräch mit den Ausbildern
Die Auszubildenden werden anschließend im Schulmitteilungsblatt namentlich vorgestellt.

KONFLIKTFELDER:
mittelschwere Konflikte zwischen Schülern/Schülerinnen
- Sachbeschädigung - Gerüchte und Lästereien , auch in Internetforen – Beleidigungen - Ausgrenzung
- leichte bis mittlere körperliche Auseinandersetzungen - Entwenden von Gegenständen
nicht geeignet sind - schwere Sach- oder Körperverletzung - Mobbing -wenn eine Partei sich verweigert - wenn ein zu großes Machtungleichgewicht bei den Parteien besteht.

 

(Christine Laude / Andrea Gerlach)

 „Es gibt keinen Weg zum Frieden, wenn nicht der Weg schon Friede ist“  M.L. King

 

 Schüler Mediatoren 2015/16