wichtige Seiten

Für das aktuelle Schuljahr bieten wir Schulplätze in der 6.,7., und der 11.Klasse an.

Schulaufnahme neue erste Klasse ...mehr

Informationen für Quereinsteiger ... mehr

Offene Stellen ...mehr

Praktikumsplätze für Studenten  ...mehr

Schulinterne und öffentliche Termine ... mehr

Datenschutzerklärung ...mehr

Schule aktuell

Herzlich Willkommen - unseren Jahresplan finden Sie => hier


Fr,  22.11. / Sa, 23.11. 20 Uhr - Klassenspiel der 12. Klasse („Die Welle“)
=> Sitzplatzreservierung


Informationen für neue Eltern: Eltern-Elternabend

18.11. um 20 Uhr und am 30.11. nach der Monatsfeier.


Facebookseite der Schule Facebookseite der Schule


 

 

Der Karnische Höhenweg 403

Über den WolkenAls Lehrer einer 8.Klasse beschloss ich den Kindern eine Wanderung in den Alpen vorzuschlagen. Nicht von einer festen Hütte aus, sondern mir schwebte das tägliche Weitergehen vor. Durch genauere Kenntnis der Karnischen Alpen fiel meine Wahl auf den Karnischen Höhenweg. Zuerst befürchtete ich einen Protest der Jugendlichen. Als der aber ausblieb, machte ich mich ans Planen. In meinen Sommerferien ging ich den Weg einmal ab, um auf diese Weise mit den Hüttenwirten alles Nähere zu besprechen und um einen frischen Eindruck meiner Tour zu bekommen.

Da die Anfahrt von Hamburg nach Österreich relativ weit ist und die Schüler erfahrungsgemäß in der Nacht nicht schlafen, entschied ich mich die Helmbahn als Aufstiegshilfe zu nehmen. Bei schönem Wetter erreichten wir nach knapp 2 Stunden die Silianer Hütte, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Alle 32 Schüler und 5 Betreuer bekamen ein gutes Lager und das Essen am Abend war sehr lecker. Wie es schien, waren wir nicht bei allen Wanderern gern gesehen, denn allzu bekannt sind Schulklassen, die sich schlecht benehmen und keine Ruhe geben. Zwei Wanderinnen zogen deshalb aus dem Lager aus und schliefen im Gastraum. Vielleicht mochte uns auch keiner glauben, dass wir tatsächlich den gesamten Karnischen Höhenweg gehen wollten. Wenn man diesen Weg geht, ist man auf alle anderen Wanderer angewiesen, die ihn zur selben Zeit gehen, da man jeden jeweils am Abend auf der nächsten Hütte wieder trifft.

 

 

 

 

Jeder achtet (auf) jedenVielleicht war das auch die Angst der beiden Wanderinnen. Bereits am nächsten Tag auf der Obstanserseehütte waren sie sehr freundlich gestimmt und voll des Lobes für die Schüler. Meine Klasse vergnügte sich den ganzen Nachmittag am oder im See bei immerhin nur 7° Wassertemperatur. Sie hatten die erste richtige Wanderung gut überstanden. Heinz Bodmer, der Hüttenwirt, ist besonders hervorzuheben, da er sich sehr nett um alle Gäste kümmerte und besonders den Jugendlichen das Gefühl gab echte Wanderer zu sein. Die Jugendlichen quittierten das auf ihre Weise, indem sie sich ausgesprochen gut benahmen, freundlich um alles baten und am Abend gegen 22:00 Uhr tatsächlich schliefen.


 

 

 

 

Blick am MorgenDer Aufstieg zur Pfannspitze am nächsten Morgen war atemberaubend. Wir hatten ausgesprochen gutes Wetter und sahen im Tal die Wolken. Die Kinder waren nicht nur über dieses Panorama überrascht, sondern auch über den teilweise recht anspruchsvollen Weg. Schnell erkannten sie untereinander, wer Hilfe benötigte. Diesen wurde gut zugesprochen und einzeln über schwierige Stellen geholfen. Natürlich waren auch die Betreuer da, um den Schülern zu helfen. Insgesamt muss ich an dieser Stelle die Schüler loben, da sie es schafften sich den Gegebenheiten in verantwortungsvoller Weise anzupassen. Passierten wir ein Geröllfeld, gaben die Vorausgehenden ein Zeichen, an welcher Stelle Schwierigkeiten zu erwarten waren.




 

 

 

Nach einem glücklichen AufstiegÜber die Filmoor- Standschützenhütte erreichten wir die Porzehütte. Hier gab es gutes Essen, wir schliefen allerdings alle nicht so gut, da es sehr eng war. Am folgenden Tag marschierten wir bereits um 7:15 los, da der Weg zum Hochweißsteinhaus ausgesprochen lang ist und in der Beschreibung mit 9-11 Stunden angegeben war. Wir hatten wieder enorm gutes Wetter,sodass wir den wirklich recht langen Weg nicht so spürten, sondern uns an der beeindruckenden Natur erfreuten. Die Klasse ging in drei Gruppen und jeder durfte in der Gruppe seiner Wahl gehen. Plötzlich eine Überraschung. Die letzte Gruppe machte sich gerade bereit zum steilen Aufstieg unterhalb des Hochspitzes, als uns einige SchülerInnen der ersten und zweiten Gruppe ohne Rucksack von oben entgegen kamen. Sie nahmen ihren Klassenkameraden deren Rucksäcke ab und geleiteten sie, teilweise am Seil, sicher nach oben. Sie hatten dort oben zwei Stunden mit ihren Betreuern auf uns gewartet und sich gemeinsam zu diesem Schritt entschieden.

Der Tag wurde dennoch sehr lang, da die Strecke sich besoders vom Luggauer Törl aus hinzieht. Das Hochweissteinhaus ist immer in Sicht und trotzdem noch weit entfernt. Glücklich kamen die Letzten bei schon einbrechender Dunkelheit an und wurden von allen Wanderern beglückwünscht. In dieser Hütte machten wir einen Tag Ruhepause, den einige Schüler dazu nutzten, den Hochweißstein zu besteigen. Wieder spielte das Wetter mit, sodass die Gruppe erfüllt von sehr guten Eindrücken am Nachmittag zurückkam.

 

 

Am MorgenDie weiteren Hütten waren die Wolayerseehütte, die Untere Valentinalm (sie ist nicht im DAV, besitzt aber einen ausgesprochen netten Wirt, der nur zu empfehlen ist!!), die Dr. Steinwender Hütte und die Rattendorfer Alm. Die beiden letzten Hüttenwirte übertrafen sich wieder einmal in ihrer Gastfreundschaft, was die Schüler gerne aufnahmen. Der letzte Tag unserer Wanderung sollte über die Treßdorfer Alm zum Nassfeld führen, denn dort sollte uns unser Bus am Abend abholen. Es regnete in Strömen und gleich am Morgen verliefen wir uns als Klasse (wir waren zusammen geblieben) im Wald. Der Weg hörte plötzlich auf, der Regen nahm zu und die Wildbäche stürzten zu Tal. Als wir nach langem Suchen endlich auf einen Fahrweg stießen, entschieden wir uns, diesen bis ins Tal zu gehen. Nach langer Wanderung kamen wir dann auch in Kirchbach an und marschierten im Gänsemarsch auf der Strasse nach Tröpolach, um von dort ausnahmsweise die Seilbahn hinauf zu nehmen.



 

 

 

RastDort angekommen stellten wir leider fest, dass die Seilbahn wegen schlechten Wetters nicht fuhr. Zwei findige Schüler schafften es aber mit Hilfe eines Seilbahnangestellten einen Bus zu organisieren, der uns dann zum Nassfeld in den Alpengasthof Plattner fuhr. Dort wollten wir vor unserer Abfahrt noch ein gutes Essen zu uns nehmen. Mit welcher Freude und ehrlicher Hochachtung vor der Leistung der Schüler wir dort von Herrn Plattner persönlich empfangen wurden, ist kaum zu beschreiben. Er hielt noch eine kurze Rede, beschenkte uns mit einem großen Karton Schokolade und wir nahmen unseren Bus nach Hamburg, wo wir nach neun Tagen Wanderung in den Karnischen Alpen müde, aber erfüllt von den vielen Eindrücken glücklich wieder ankamen. Es gab keinen Schüler, der an der Wanderung ernsthaft etwas auszusetzen hatte. Für mich als Lehrer war das eine sehr wichtige Erfahrung, die mir zeigte, dass es sich in jedem Fall lohnt, der Jugend einen Einblick in die Schönheiten der Berge zu vermitteln.

Der Bericht ist von Herrn K.Krödel (Klassenlehrer)

 

 

Mehr über den Karnischen Höhenweg 403 erfahren Sie hier