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Freitag 29.03.19  20.00 Uhr

Klassenspiel der 8. Klasse – "Der Graf von Monte Christo"

Samstag 30.03.19  20.00 Uhr

Klassenspiel der 8. Klasse – "Der Graf von Monte Christo"


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"Reineke Fuchs" von Goethe

 

Logo von Reineke Fuchs

Probenfoto

9 Wochen Probe


„Probe", wenn man dieses Wort im Lexikon nachschlägt, erfährt man, dass es vom lateinischen Wort „probare"‚ welches prüfen und beweisen bedeutet, abstammt. Im Weiteren wird das Wort „Probe" auch definiert, doch interessiert uns hier nur die Definition zur Aufführungspraxis. So wird beschrieben, dass es sich, wie uns allen bekannt sein sollte, um die Vorbereitung auf eine Aufführung handelt. Die Probenzeit hat sich im 20. Jahrhundert immer mehr erweitert von oft nur drei Tagen (noch um 1900 am Burgtheater) bis zu mehreren Monaten.

Mehrere Monate Zeit zum Proben zu haben würde bestimmt auch unseren Regisseur Herrn J.Frank freuen. Durch die wenige Zeit, die wir zum Proben zur Verfügung haben, entstand ein hoher Druck auf unseren Schultern. Das Stück birgt einige Tücken in sich, wie zum Beispiel „das Spiel im Spiel", da wir ein lebendes Bühnenbild haben. Doch konnten wir einige Probleme beheben und andere in Arbeit nehmen, sodass das Stück langsam, aber stetig Form annimmt. Das anfangs fehlende Engagement auf Seiten der Schüler hörte mit zunehmender Beschäftigung und einigen „Krisengesprächen" auf Die Proben sind hart, doch gerade in dieser Zeit wird der Zusammenhalt der Klasse deutlich und man nimmt nach einer langen Probe den Muskelkater.

Anfang übten wir eher grob, doch sind wir schnell zum Feinschliff übergegangen, denn das Stück ist ein Spiel gegen die Zeit (im wahrsten Sinne des Wortes). Kommen Stangenträger oder Hofstaat zu spät auf die Bühne, stehen sie falsch oder halten sie eine Stange nicht richtig, passt das ganze Bühnenbild nicht mehr. Jede Kleinigkeit, die auch unbedeutend erscheinen mag, wird bis ins letzte Detail durchgesprochen und geübt. Hätten wir Mrs. Eller nicht, die uns und unsere Gehirnzellen in den Probenpausen mit Keksen belohnt und uns so den Rest der Proben versüßt, wäre einigen sicher schon der Mut vergangen. An Probentagen, die endlos scheinen, werden wir auch mit Aufmunterungen von Herrn J.Frank wie: „Das war doch schon recht gut" oder: „Viel besser als beim letzten Mal" belohnt.

Das ganze Stück ist wie eine \'Tannenbaum Leuchtkette: Wenn ein Licht ausfällt, gehen alle Lichter aus und man muss überall drehen, bis die Kette wieder funktioniert. Wir kämpfen mit vielen Problemen, doch haben wir gute Regisseure, die an jedem einzelnen Lichte drehen und langsam die Kette zum Leuchten bringen. Da wir natürlich die Fortschritte am Stück bemerken und langsam ein leichter Stolz auf das Geschaffte wächst, hoffen wir, auch Ihre Gesichter mit unserem Stück zum Leuchten zu bringen.

Vanessa Wagener (S)

 

Probenfotos finden Sie in unserer Bilder-Galerie => hier

Fotos von den Aufführungen finden Sie => hier

 

 

Die Geschichte des Reineke Fuchs lässt sich problemlos in die heutige Zeit übertragen.

König Nobel und KöniginIn allen Teilen der Welt tritt immer wieder die Problematik auf, dass bestimmte Persönlichkeiten andere zu ihrem Vorteil in den Ruin treiben. Wird man an dieser Stelle konkret und führt Beispiele an, so kommt man nicht drum herum, anderen zu nahe zu treten. Doch trotz all dem bietet sich der Vergleich Reineke Fuchses zu manchem Finanzinvestor oder manchem Politiker hervorragend an. „Nun vernehmet die List […] seine Zweifel zu decken…“, heißt es im Werk Goethes. Er erlaube sich alles, „damit er seiner Erzählung glauben schafft…“, fährt Goethe fort. Allein diese zwei Auszüge sprechen für sich und für den Vergleich zu Persönlichkeiten aus Politik oder Wirtschaft, welche lediglich in ihrem eigenen Interesse handelten oder handeln.

Zweifellos ist das Handeln Reineke Fuchses sehr umstritten. Es ist sein gieriges, berechnendes, ohne Moral zu seinem eigenen Vorteil handelndes Agieren, was ihn, repräsentativ für viele Figuren aus Politik und Wirtschaft, in die Diskussion rückt, beziehungsweise in die Diskussion rücken soll.

Julian Elson (S)

 

 

 

 

Ein Einblick in die Kostüme in "Reineke Fuchs"

Lupardus - aus Reineke FuchsSchlicht und doch ergreifend


Was wäre ein Theaterstück ohne Kostüme, dein Wiedererkennungsmerkmal Nummer 1 für die Zuschauer, der Zuckerglasur auf jedweder Schauspielleistung? Für unser Klassenspiel kristallisierte sich schon recht früh eine kleine Gruppe Wagemutiger heraus, die sich der Anfertigung der Kostüme widmen wollten. Wie man sich denken kann, ein recht anspruchsvolles Unterfangen. Nicht zuletzt, da uns nun die schwierige Aufgabe zufiel, sowohl das sprichwörtliche Tier im Manne und in der Frau herauszuholen als auch die gehobenen Ansprüche eines ZwölfklassStückes zu wahren. So konnte es beispielsweise nicht einfach darum gehen, den Bären in ein braunes Fell zu kleiden oder dem Löwen eine Mähne zu geben. Stattdessen analysierten wir, was den Fuchs, den Wolf, Hasen oder Kater überhaupt ausmacht. Nicht nur das Aussehen, sondern auch die für jedes Tier spezifische Eigenschaft versuchten wir so klar wie möglich zu definieren. Diese zuweilen endlos und sinnfrei erscheinende Odyssee der Charaktereigenschaften half uns letztendlich sehr dabei, dem Stück etwas von seinem Kinderfabel-Klischee zu nehmen. Es gilt abzuwägen, inwieweit ein Kostüm noch dem Ursprungsgedanken entsprechen muss und inwieweit es eine neue Deutung erfahren darf, und sei es auch auf Kosten der Eindeutigkeit.

Natürlich hakte es hier und da, aber den kritischen Punkt der vollkommenen Perspektiv- und Lustlosigkeit, bei dem sich jeder die Frage stellte; was ihn denn nur geritten hatte, dass er sich freiwillig für die Kostümgruppe gemeldet hatte, haben wir doch alle heil hinter uns gelassen. Unter Tage, in den unergründlichen Katakomben unserer Schule, herrscht rege Betriebsamkeit, man ist eifrig mit dem Anprobieren und Durchstöbern des Fundus zugange.

Hubertus Schwarz (S)


Krähen im Nebel - Reineke Fuchs 2008
Krähen im Nebel - Reineke Fuchs 2008