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Die lange Fahrt hat sich gelohnt...

 

Bericht von der Probenfahrt des Oberstufenorchesters und Projektchors 4.-6. April 2016 nach Schloss Kröchlendorff – von Hiroko Krawehl

 

Probenfahrt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zur Vorbereitung auf das baldige Frühlingskonzert gingen das Oberstufenorchester (39 Schüler) und ein kleiner Oberstufen-Projektchor (20 Schüler), dazu Herr Schüßler und ich als Musikkollegen vom 4.-6. April auf Probenfahrt in ein Schloss in der Uckermark, Kröchlendorff. Uns begleiteten außerdem zwei Mütter und zwei Helfer für die Stimmproben.
41/2h Stunden dauerte die Busfahrt. Schloss Kröchlendorff ist wunderschön, mitten in reiner Natur. Wir kamen gerade in den Frühlingsanfang, die Bäume voll zarter Knospen und morgens ein Chor von Vogelstimmen. Ein weiter Blick über Felder und Wäldchen, eine alte Kirche, die Ruine des Gutshofs, fast ein Kurort. Alle Mitgereisten genossen diese Atmosphäre: In den Pausen spazierten die Schüler durch den Frühlingsduft, saßen vor dem Schloss oder im weitläufigen Garten in der Sonne oder spielten in großer Runde Volleyball auf der Wiese. Es gab eigentlich nur Musik und Na¬tur auf dieser Fahrt.
Unser Tagesablauf sah so aus: 8:00 Uhr Frühstück, 9:00 Uhr Stimmprobe: Streichergruppe, Bläser, Percussion und Chor. Nach ca. 11h Stunden eine halbe Stunde Pause und dann Tutti-Proben bis zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen ungefähr eine Stunde Pause, dann wieder Stimmproben, kleine Pause, große Tutti-Probe bis zum Abendessen. Nach dem Abendessen wieder große Tutti-Probe bis ungefähr 21:30 oder 22:00 Uhr. Die jungen Leute hatten dann noch eine Freistunde bis zum Schlafen und die Regel war, dass ab 23:00 Uhr absolute Ruhe herrschen sollte. Diese wurde nicht ganz streng befolgt, aber es gab auch keine größeren Auseinandersetzungen darum. Nachts machten Herr Schüßler und die beiden Mütter die Runde. Um 1:00 Uhr schliefen wirklich alle. Auch am 2. Tag war das Programm so.
Die Streicherproben, die ich selbst geleitet habe, haben wir wirklich streng bis hin zu Übungen an Intonation und Bogentechnik genutzt, damit musikalische Gestaltung und Arbeiten an der Dynamik möglich wurde. Diese ruhige Arbeitszeit hat sehr gut gewirkt für die anschließenden Tuttiproben. Das war einfach sehr schöne Arbeit mit den motivierten Schüler, die Lust hatten, daran zu arbeiten.

Probenfahrt2

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei der Bläserprobe hatten wir das Glück, dass Herr Kolligs, ein ehemaliger Kollege der Farmsener Schule, die Proben übernommen hat. Obwohl er schon seit 15 Jahren pensioniert ist und es für ihn sicher anstrengend war, die ganze Zeit während der Bläserprobe zu stehen, erzählte er mir voller Begeisterung, wie die Schüler der Bläsergruppe freundlich und konstruktiv mit ihm arbeiteten.
Die Percussionsgruppe hatte bisher immer das Problem, dass wegen unserer Leerstelle im Musik-kollegium niemand kontinuierlich die Stimmproben begleiten konnte. Schon lange vor dieser Fahrt hatte ich in verschiedene Richtungen nach einem Probenleiter gesucht; es war jedoch schwer, mitten in der Woche jemanden zu finden, weil Musik- und Instrumentallehrer einfach Nachmittags ihre Schüler haben und nicht mit uns mitfahren konnten. Aber dann habe ich darüber mit unserer Orchester-Kooperationsschule im letzten Jahr, Berlin Dahlem, Emails gewechselt und von unserer Situation erzählt. Sie fragten sofort in ihrem Lehrerkreis nach und gewannen für uns die Verbindung zu einem Stimmgruppenleiter des Berliner Jugendsinfonieorchesters, Herrn Fournes, der dann Don¬nerstag und Freitag, zwei volle Tage, die Percussions-Stimmproben übernommen hat. Wie dessen gute Betreuung der Percussionsleute wirkte, hat uns wirklich begeistert: wie diese vier Schüler dieses intensive Üben wünschten und so viel besser geworden sind. In der ersten Probe nach der Orchesterreise äußerten sie ebenfalls den starken Wunsch, einen guten Percussionstrainer zu haben, weil sie einfach besser werden möchten.
Die Kooperation mit der Berliner Schule hat uns hier sehr geholfen. Wir wollen auch im Sommer wieder mit den Berlinern zusammen arbeiten und freuen uns darauf.
Für den Chor hat Herr Schüßler vor der Reise Schüler angesprochen, und ein paar Tage vor der Orchesterreise fanden sich 20 Sängerinnen und Sänger aus der Oberstufe und haben mit ihm parallel zum Orchester geübt. Am Donnerstag Abend gab es eine gemeinsame Probe und auch am Freitag Nachmittag eine Durchgangsprobe mit allen Gruppen.


Das Orchester insgesamt hatte in diesem Schuljahr nicht mit einer drei-vierwöchigen Kompaktphase gearbeitet, sondern mit wöchentlichen Proben. Für die Schüler war diese Arbeitsweise an-strengender, zumal die Orchesterproben zu später Uhrzeit im Stundenplan liegen. Durch diese kon-tinuierliche Arbeit konnte das Orchester sich aber in der Beziehung zu mir und zwischen den Schülern selbst entwickeln.
Auf dieser Fahrt war es nun für manche Schüler das erste Mal, das sie den ganzen Tag ihr Instrument spielten. Durch die ungewohnte Anstrengung schmerzten ihnen die Finger oder bei den Bläsern begannen die Lippen, weh zu tun. In dieser Situation steckten die Schüler aber einander mit ihrer Konzentration und dem Willen zur Anstrengung an, egal, ob sie von Anfang an aus eigenem Willen tätig waren. Sie empfanden, dass die Probe etwas bringt, um unser Stück zu verbessern, und dass diese Anstrengung nötig war für unser Konzert. Und letztlich wurden sie dadurch besser und waren am Ende auch zufrieden.

Probenfahrt3

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Darin habe ich etwas von diesem gewachsenen Vertrauen empfunden. Wenn ich die Schüler engagiert ansprach, „lasst es uns machen“, dann klang etwas wieder. Für mich spiegelte sich diese gewachsene Gemeinsamkeit auch in großer gegenseitiger Höflichkeit und Wertschätzung auf der Fahrt, wenn etwa beim Essen auf mich gewartet wurde und wir gemeinsam anfingen – ohne, dass ich etwas dazu sagte.
Ich selbst habe als Studentin und Musikerin eine Reihe Orchesterreisen mitgemacht und dabei als Stimmführerin oder Konzertmeisterin auch Stimmproben geleitet. Als Dirigentin war dies aber meine erste Orchesterreise. Ich hatte viele Fragen vor der Fahrt und es war sehr anstrengend für mich, immer auf Leute zuzugehen und sie zu ermuntern, die ganze Probenzeit über zu stehen und bis in die Nacht an der Partitur zu arbeiten. Mit dieser Orchestergruppe war es aber eine so gute Erfahrung, dass ich mir nun auch weitere Orchesterfahrten vorstellen kann. Nun freuen wir uns, dass wir unser Ergebnis beim Frühlingskonzert vorstellen können. Dabei werden uns ein Chor der 3.-6. Klasse und der Mittelstufenchor der Christophorus Schule verstärken.


Wir freuen uns auf Ihr Kommen am Freitag, dem 29. April um 19:00 Uhr in unserer Aula.

Probenfahrt 4