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Schule aktuell

Neue Termine:

Mittelstufenorchesterkonzert 27.6.18 - 20:00 Uhr

Eurythmiesoli der 12. Klasse Freitag, den 29.06.18  um 19.00 Uhr


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Alles was entsteht, entspringt aus Bewegung!

 

« Das Ich hat gewisse Wachstumsbedingungen, es ernährt sich ausschließlich von den Bewegungen, die es selbst macht! »

 Jaques Lusseyran aus «Die Verschmutzung des Ich»

 

Rudolf Steiner schuf diese neue Art der Bewegungskunst mitten in einer Zeit des geistigen Umbruchs am Anfang des 20. Jahrhunderts. Steiners Ziel war es, die in Sprache und Musik wirksamen Gesetzmäßigkeiten und Beziehungen durch menschliche Bewegung sichtbar zu machen. Durch Körperbewegungen und Gesten (Sinn-, Laut-, Satz-, Ton- und Motivgebärden) sollen geistige Inhalte transportiert werden. Außerdem werden verschiedene Gestaltungsmittel wie Gesten, Farben, Kleidung und Raumformen zu einer Choreographie zusammen geführt.


Dabei gestaltet sich die Bewegung aus dem Bewusstsein heraus, dass der Körper mit dem Raum eine Wechselwirkung eingeht. Dies macht auch der griechische Begriff „Eurythmie" deutlich: „Eu" kann mit gut, schön, wahr übersetzt werden, während „rhythmos" mit Rhythmus/Bewegung übersetzt wird. Eurythmie bedeutet demnach „schöne Bewegung" oder „wahrer Rhythmus". Die Verbindung von Sprache, Musik, Farben und Bewegung ist es, was Eurythmie so einzigartig erscheinen lässt. Zwar bauen auch andere Bewegungsinszenierungen auf Sprache auf, aber keine davon hat die Ausdrucksmittel für Lyrik und Prosa in einem vergleichbaren Maße wie die Eurythmie formalisiert, in der ein großer Teil der Inszenierungen aus der Sprach- bzw. Lauteurythmie besteht.

Dies ermöglicht es dem Darstellenden ganze Gedichte zu visualisieren. Damit schlägt diese Kunstart eine Brücke zwischen Musik und Sprache. Für die eurythmische Bewegung ist das Zusammenspiel von Kraft und Gegenkraft sehr wichtig. Nur so kann aus der bewusst geführten Bewegung die Polarität zum geeigneten Ausdrucksmittel der Seele werden.

 

Der Laut - R - In verschiedenen Bewegungsphasen - Ein Schüler der 9.Klasse Die Schüler haben besonders in den unteren Klassen einen großen Bewegungsdrang, dem wir im ⇒ Eurythmieunterricht begegnen: Zum Beispiel wird die im Hauptunterricht vom Klassenlehrer gehörte Geschichte gemeinsam in Bewegung gebracht. Im Kreis stehend und sich zur Sprache und Musik bewegend, erfahren die Schüler die Innenwelt des schlauen Fuchses und des bösen Wolfes direkt und unmittelbar.
Der seelische Ausdruck wird in der Bewegung selbst erlebt, geschult und gemeinsam künstlerisch dargestellt. Im sonst oft „sitzenden Schulalltag“ ist Eurythmie ein willkommener Ausgleich.

Eurythmie stärkt die innere Vorstellungskraft, das eigene Körperbewusstsein, die Bewegungskoordination und die Körperhaltung. Ein wichtiges Ziel ist es, die jungen Menschen selbst an die Quellen des Künstlerischen durch ihre eigenen Bewegungen heranzuführen. Man erwirbt nebenbei Können und Wissen über die innere Dynamik und Ausdruckskraft von Sprache und Musik.

Eurythmie wird an unserer Schule vom Kindergarten bis einschliesslich der elften Klasse unterrichtet. In der darauf folgenden Profiloberstufe ist die Eurythmie ein Wahlpflichfach und wird zweistündig bis zum Abitur belegt. (im Schuljahr 20010/11 wählten 34 von 35 Schülern dieses Fach) Die Schüler erfahren vom spielerischen Miteinander in der Unterstufe bis hin zu großen künstlerischen Gruppen- und Soloaufführungen zur Musik von Beethoven und Chopin in der Oberstufe in den Monatsfeiern den besonderen Reiz dieser darstellenden Kunst.

 In der heutigen Zeit, in der das Leben in höchster Geschwindigkeit pulst, indem der Blick des Menschen immer mehr auf die Zukunft gerichtet ist, alles immer schneller-weiter-höher sein muss, verlieren wir nach und nach den Blick auf die Gegernwart. Unser Zeitempfinden ist so stark auf die Zukunft gerichtet, dass die unmittelbare Gegenwart nicht mehr gewürdigt und erlebt wird. In der künstlerischen Bewegung, der ⇒ Eurythmie , können die Schüler die seelischen Gesetze, die im "Jetzt" wirken, erfahren und erüben. Durch das Einleben und Einfühlen in Bewegungs- und Ausdrucksnuancen hält man gewissermaßen die Zeit an und beginnt den Augenblick und sich selbst zu erfahren.

 

Den Untericht erteilen ausgebildete Eurythmiepädagogen, die über ein mehrjähriges Studium verfügen. 

Studiengänge für Eurythmie gibt es als Aufbaustudium mit Grundstudiengang und anschließendem Fachstudium, oder als berufsintegrierter Studiengang für eine jeweilige Fachrichtung der Eurythmie. Studiengänge gibt es mit Bachelor- und Master-Abschlüssen

Informationen über Ausbildungsstätten in Deutschland erhalten Sie => hier

 

 

 

Definition

Der Laut L - Schüler der dritten Klasse

Eurythmie (von altgr. εὖ (gut, richtig) und ῥυθμὀς , etwa „Gleich- und Ebenmaß in der Bewegung" oder „schöne Bewegung") ist eine expressive Tanzkunst, die Anfang des 20. Jahrhunderts (zwischen 1908 und 1925) in Deutschland und der Schweiz auf Anregung von Rudolf Steiner, dem Begründer der Anthroposophie, entstand. Die Eurythmie ist dem Modernen Tanz und dem klassischen Ballett verwandt, sie wird aber im Allgemeinen weniger artistisch und körperbetont inszeniert. Eurythmie wird als eigenständige Darstellende Kunst, aber auch als Teil von Bühneninszenierungen betrieben.

Jede eurythmische Aufführung verwendet eine Choreografie, die in der Eurythmie oft als „Form“ bezeichnet wird. Die Form bestimmt, welche Gänge im Raum der Eurythmist zu welchem Zeitpunkt im Vortrag des künstlerischen Interpretation vornimmt. Kommentare wie Taktangaben bei der Toneurythmie oder Textzeilen bei der Lauteurythmie verdeutlichen den Bezug der Form zum interpretierten Kunstwerk. Auf Formen finden sich oft auch Kostümangaben, Vorgaben zu Requisiten, Schleiern und Kostümfarbe und zur Farbe der im Verlauf der Interpretation wechselnden Bühnenbeleuchtung.

Bei der Entwicklung der Form steht das Kunstwerk und seine Interpretation im Mittelpunkt. Es wird versucht, die innere Dynamik der Vorlage durch Bewegungen im Raum abzubilden.

Neben der Form gelten die Gebärden als zweite Grundlage der eurythmischen Darstellung. Die elementarsten Gebärden sind Bewegungen des eigenen Körpers in den sechs Raumrichtungen, also Aufrichten, Zusammenziehen und Beugen des Körpers. Diese Bewegungen werden überlagert von Bewegungen der Arme. Für diese gibt es eine Reihe von Hauptgebärden für Töne, Intervalle und Laute der Sprache, die jedoch in ihrer Größe und Ausrichtung im Raum, in ihrer Reihenfolge und in der Verknüpfung untereinander vielfältig variiert werden können, sodass sich zusammen mit der Form eine Vielzahl von Bewegungskombinationen ergibt, die dem Künstler Freiraum zur Interpretation gewähren.

An Waldorfschulen ist Eurythmie ein reguläres Pflichtfach. In Deutschland besteht seit dem Jahr 2006 auf der Alanus Hochschule in Alfter ein offizieller, international akkreditierter akademischer Lehrstuhl für Eurythmie.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Eurythmie

Eurythmie 11.Klasse Pathetique