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Forum Eurythmie 2011

8. Internationale - Jugend - Eurythmie - Festival


plakat_witten_2011Auch in diesem Jahr (vom 1. bis 4. Juni 2011) nimmt unsere 13. Klasse mit eigenen Beiträgen und 30 SchülerInnen, am 8. Internationalen - Jugend - Eurythmie - Festival in Witten/Annen teil. Dieses Fest gibt Menschen unterschiedlichsten Alters und aus aller Welt - den verschiedensten Individualitäten - die Möglichkeit ein paar spannende Tage voll Kunst, Kultur und Erfahrung gemeinsam zu erleben, sich zu begegnen und gemeinsam Freude zu haben.

In diesem Jahr haben sich wieder über 500 Jugendliche aus aller Welt als Teilnehmer angemeldet. Die Teilnehmer kommen aus Deutschland, Holland, der Schweiz, Brasilien, Italien, Frankreich, Schweden, Ungarn, Tschechien und der Slowakei.

Jeden Tag finden für die Schüler und Studenten gemeinsame Workshops statt und am Anbend folgen die Aufführungen der verschiedenen Gruppen.

Improvisationsworkshop in Eurythmie, Brasilianischer Tanz, Seiltanz, Schwertkampf, Chor, Qi-Gong, Tango Argentino, Werken, Plastizieren, Malen und Eurythmie zu zeitgenössischer Musik.

Am Abend gibt es die Möglichkeit gemeinsam im Nachcaffee zu musizieren, zu tanzen und zu klönen. (Link zur Festivalseite - extern)

Bilder der Aufführungen finden Sie =>hier

Ein Video der Beiträge sehen Sie => hier

 

 

Unser Präsentationstext im Programmheft liest sich wie folgt:

‚Moin moin sacht der Hamburger’, so auch wir, (fast) alle Schüler der 13. Klasse der Rudolf Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt.In zwei Gruppen à 15 Personen (einige fehlten beim Fototermin wegen Krankheit) praktizieren wir als dieser Tanzkunst nach all den Jahren immer noch Treugebliebene zweimal wöchentlich unter der Leitung von Jürgen Frank Eurythmie. Während gelegentlich aufkommenden philosophischen Betrachtungsgesprächen gehen wir dabei auch gerne mal auf die anthroposophischen Hintergründe des Steiner’schen Ausdruckstanzes ein, im Vordergrund unserer Unterrichtsarbeit steht aber selbstverständlich immer die Praxis. In diesem Jahr arbeiteten wir parallel an zwei Werken, einem aus der Laut- und einem aus der Toneurythmie… Auf die Präsentation selbiger dürfen Sie gespannt sein!

Der Impuls für die Wahl unserer Stücke war die Frage nach dem „Jetzt“. Was bedeutet unsere Zeit, was ist der Klang dieser Zeit? Wie kann man im Angesicht der ungeheuren Katastrophen die sich auf unserer Erde abspielen noch reagieren?

 

A.R. (Schülerin) 
 

 
Gärtner sind wir, blumenlos gewordene     
und stehen auf einem Stern, der strahlt     
und weinen.     
Nelly Sachs     


Chor der Tröster     
Nelly Sachs (1891-1970)     


Prélude     
Lourd et grave     
Arthur Honegger (1892-1955)  

   
Chor der Sterne     
Nelly Sachs (1891-1970)     

    

13 Klasse 2011



Rückblick Witten 2011 (T.Versteegen Schüler)

eurthmiefestivallAuch 2011 fand das große Eurythmie - Festival mit Künstlern aus aller Welt nicht ohne den Eurythmiekurs der 13. Klasse unserer Schule statt. Mit zwei Gedichten von Nelly Sachs und einer Komposition von Arthur Honegger beteiligte sich meine Klasse an diesem Spektakel der Steinerschen Bewegungskunst. Während sich die mündlichen Abiturprüfungen uns schon bedrohlich näherten, reisten wir also nach Witten, nicht ganz sicher, was uns erwarten würde, und trafen Mittwochnachmittag am Institut für Waldorfpädagogik ein. Mit vielen Fragen und wohl auch etwas Zweifeln im Gepäck bezogen wir unser Domizil in einem Raum des Instituts. Doch schon die erste Mahlzeit, das anschließende Abendessen, nahm uns schon mehr für Ort und Veranstaltung ein. Mit Herrn Frank hatten wir natürlich einen exklusiven Führer dabei, der uns stets auf besonders lohnenswerte Beiträge hinwies, die auf der Bühne jeden Abend dargeboten wurden.

Da wir selbst erst Freitagabend dran waren (beste Sendezeit), hatten wir zwei Tage, um uns in Ruhe umzusehen und vorzubereiten. Bei allerbestem Wetter nahmen wir das breite Angebot an Workshops wahr oder machten auch einfach mal ein Mittagsschläfchen auf dem Rasen. Dieser gemächliche Teil der Fahrt stand in einem schönem Kontrast zu den Proben. Denn in diesen Proben kam bei mir etwas auf, was sich vielleicht mit dem "Olympia-Feeling" beschreiben lässt: Wir hatten den Eindruck echt gefordert zu sein und uns in dem, was wir vorbereiteten, schlussendlich mit den Besten unserer Disziplin zu messen. Eurythmie ist Kunst, das haben wir dort zweifelsohne erlebt, und wir waren Teil dieser Kunst auf hohem Niveau!

Morgens also Proben, den letzten Schliff herstellen, die letzten Fehler ausmerzen. Und abends? Abends kam dann Herr Paschulke. Neben unserem Auftritt Freitagabend gab es in Witten ein weiteres Highlight, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird: Die Band "Herr Paschulke" jammte für uns bis in die frühen Morgenstunden im Nachtcafé, die Nacht wurde zum Tage und unsere Zeit in Witten war nun endgültig ganz dem Tanzen verschrieben. Am Tanzen zeigt sich, wie vielseitig das Forum Eurythmie doch war: Nervöse Anspannung vor dem Auftritt und langes Sonnen auf der Wiese, ausgelassenes Tanzen bei Herrn Paschulke einerseits, andererseits hochkonzentrierte und bedachte Bewegung auf der Bühne und in der Probe. Gemütliche Nächte im Schlafsack in der Intimität der Klasse und anregendes internationales Gespräch zu den Mahlzeiten. Die Vielseitigkeit war die große Stärke des Festivals, denn wir hatten wohl insgeheim die Befürchtung nach zwei Tagen der Eurythmie völlig übersättigt zu sein, doch trat dies dank der Qualität des Gebotenen und eben besagter Vielseitigkeit nie ein.

Ich sehe wieder auf mein Handgelenk und stelle fest, dass das Armbändchen, wie es auf jedem Festival vergeben wird, immer noch darum gewickelt ist. Obwohl die Schrift allmählich vergilbt. Bei vielen meiner Mitschüler sehe ich es ebenso noch. Wenn das nicht eine wirkliche Hommage an eine schulische Veranstaltung ist, die wir echt genießen konnten!