Lehrplan für Kopf, Herz und Hand
Die Rudolf-Steiner-Schule Hamburg-Bergstedt will mit ihrer Pädagogik die individuelle Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen fördern. Lehrplan und Unterrichtsmethodik sind in altersgemäßer Weise darauf abgestimmt. Eine Selektion nach Leistung findet nicht statt, so dass der einzelne Schüler zwölf Jahre in seiner Lerngruppe verbleiben kann.
In koedukativen Klassen können sich die Schüler über einen längeren Zeitraum - in sogenannten Epochen von drei bis vier Wochen - in den ersten beiden Stunden des Tages (außer samstags) mit Phänomenen aus dem natur-, sozial- und geisteswissenschaftlichen Bereich auseinandersetzen. Diese Form des Unterrichts - auch Hauptunterricht genannt - verzichtet damit bewusst auf einen „Häppchen-Unterricht“ mit 45 Minuten Dauer. Entsprechend der Gesetzmäßigkeit des Lernens und Vergessens werden so im Verlauf eines Schuljahres häufig zweimal Epochen zur Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Deutsch, Geschichte usw. erteilt.
Der nach dem Hauptunterricht stattfindende Fachunterricht sieht in der Regel eine Halbierung bzw. Drittelung der Klasse vor. Im Fachunterricht steht der Aspekt des übens im Vordergrund, deshalb werden hier auch die Fremdsprachen gepflegt. (Englisch und Französisch ab der 1. Klasse)
Stricken, Spinnen, Buchbinden, Kupfertreiben und Schmieden dienen ebenso der Persönlichkeitsbildung wie Gartenbau, Tischlern, Plastizieren und Steinmetzen.
Im Verlauf der Oberstufe (9. bis 13. Klasse) wird der Lernort Schule durch eine Reihe von Praktika ergänzt, um die Heranwachsenden in entsprechender Passung zwischen dem jeweiligen Entwicklungsschritt und der umweltbedingten Herausforderung zu „Weltbürgern“ zu erziehen:
Weitere Infos zu den Praktika finden Sie ⇒ hier.



